Morbus Cushing

Produziert ein Hypophysenadenom zuviel des Steuerhormons ACTH führt dies zu einer übersteigerten Anregung der Kortisonproduktion der Nebennieren. Der resultierende Kortisonüberschuss lässt ein ganz charakteristisches Krankheitsbild mit tiefgreifenden gesundheitlichen Konsequenzen für die Betroffenen entstehen: Es kommt zu Störungen wie Bluthochdruck, Osteoporose, Diabetes, Gewichtszunahme, psychischen Störungen und einer typischen Veränderung des Aussehens der Patienten.

 

Das Krankheitsbild, welches durch einen Kortisonüberschuss entsteht, wird allgemein Cushing-Syndrom genannt. Der Kortisonüberschuss kann dabei aber verschiedenste Ursachen haben: Häufigster Grund für ein Cushing-Syndrom ist die ärztliche Verabreichung hoher Mengen von Kortison, z.B. bei starkem Asthma oder Rheumaerkrankungen. Nur wenn der Kortisonüberschuss durch ein Hypophysenadenom ensteht, wird die Krankheit Morbus Cushing ("Cushing-Erkrankung") genannt. Der Name leitet sich von Harvey Cushing ab, einem Pionier der Neurochirurgie, der Anfang des 20.Jahrhunderts erstmals die Ursache dieser Erkrankung entdeckte.

Eine ausführliche Darstellung der Symptome, Diagnostik und Therapie bei Kortisonüberproduktion finden Sie auf der Seite Cushing-Syndrom im Kapitel über Nebennierenerkrankungen!